Kluftern hat den Aufstieg im Visier / Göggingens Ziel ist die Relegation
Zufrieden ist derzeit auch der SC Göggingen. Die Mannschaft von Eugen Rothmund startete mit einem 4:3-Sieg gegen den Aufsteiger TuS Meersburg in die Saison und setzte den guten Lauf, der in einem 5:0-Sieg gegen den Bezirksliga-Absteiger SV Meßkirch seinen Höhepunkt fand, bis zur Winterpause fort. Lediglich vier knappe Niederlagen musste die angriffsstarke Elf hinnehmen, die mit dem ansehnlichen Torverhältnis von 40:23 Treffern nur noch vom Tabellenführer FC Kluftern übertroffen wird. Der SC Göggingen, der die Vorrunde mit einem souveränen 7:1-Sieg über den TuS Meersburg und einem 3:2-Erfolg im Nachholspiel gegen den SC Buchheim/Altheim/Thalheim beendete, überwintert mit 27 Punkten und fünf Zählern Distanz zum
Tabellenzweiten TuS Immenstaad auf Rang drei. „Die Niederlage gegen Kluftern hätte nicht sein müssen“, sagt der SC-Vorsitzende Lothar Müller im Rückblick. Damals hatten die Gögginger beim Stand von 2:2 bis zum Schluss gekämpft und in der Nachspielzeit doch noch verloren. „Wir schauen auf den Relegationsplatz“, lässt Müller keinen Zweifel am ehrgeizigen Ziel der eingespielten Mannschaft für die Rückrunde aufkommen. So richtig pausiert wird in Göggingen auch im Winter nicht. Ein lockeres Hallentraining hält die Spieler bis zum Start der Vorbereitung nach der Fasnet fit. Quelle: SZ

Thomas Stolz (rechts) und der SC Göögingen können in der Vorrunde der Kreisliga A III überzeugen. 40 Tore zeugen von einer durchschlagskräftigen Offensive. Links: Marcel Schreiber (SC BAT).
Foto:Archiv- Bodon: SZ
Für den FC Kluftern, der seit dem Sommer von Spielertrainer Ingo Backert gecoacht wird, verlief die Vorrunde nach Maß. Die Mannschaft, die am Ende der vergangenen Saison in den Relegationsspielen knapp den Aufstieg verpasste, sicherte sich gleich zum Start gegen Angstgegner SG Illmensee/Heiligenberg mit einem 4:1-Sieg drei Punkte und setzte sich an der Tabellenspitze fest. Die bisher einzige Saisonniederlage kassierte die Backert-Elf mit einem 1:3 beim Bezirksliga-Absteiger in Meßkirch, eine Punkteteilung musste man überraschend beim Aufsteiger in Sauldorf (1:1) hinnehmen. Ansonsten setzte der FC Kluftern die Siegesserie fort und ließ den anfänglichen Konkurrenten um die Tabellenführung, den ambitionierten Bezirksliga-Absteiger TuS Immenstaad, bis zur Winterpause mit stattlichen acht Punkten hinter sich. „Wir sind sehr zufrieden und sind mit einer positiven Stimmung in die Winterpause gegangen“, sagt Backert. Und: „Wir wollen die Tabellenführung verteidigen und am Saisonende aufsteigen.“ Backert veranstaltet in den turnierfreien Winterwochen für alle Mannschaften des FC Kluftern mittwochs ein freiwilliges Training, das „überraschend gut besucht“ ist. Ab Anfang Februar startet der Ex-SCP-Spieler mit einem weitgehend unveränderten Kader in die Vorbereitung auf die Rückrunde. Fehlen wird lediglich Noah Rockstroh im offensiven Mittelfeld, der im Sommer auf dem Tennisplatz auf Punktejagd geht.
Für Bezirksliga-Absteiger SV Meßkirch zeigt die Erfolgskurve nach einer langen Flaute wieder nach oben. Die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Matt sammelte zwar im Auftaktspiel gegen die Frickinger Reserve die ersten Punkte, musste aber schon eine Woche später im Lokalderby in Buchheim eine 0:1-Niederlage einstecken. In der Folgezeit wechselten sich Siege und Niederlagen ab, bis es nach der 0:5-Niederlage beim stark auftretenden SC Göggingen, der 0:1-Niederlage beim Aufsteiger in Sauldorf und der 0:3-Niederlage beim FC Uhldingen ernsthaft kriselte und die Stimmung in der Mannschaft in den Frostbereich sank. Erst in den jüngsten Spielen vor der Winterpause gelang es Matt, wieder Ruhe in seine Elf zu bringen, sodass noch einige Siege folgten. Der Traum vom Meistertitel und dem sofortigen Wiederaufstieg dürfte bei 13 Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Kluftern jedoch ausgeträumt sein. Zum Tabellenzweiten und Mitabsteiger TuS Immenstaad fehlen dem SV Meßkirch dagegen nur fünf Zähler. „Für uns waren die Siege in den beiden letzten Spielen des Jahres 2014 wichtig“, sagt Meßkirchs Co-Trainer Peter Hoffmann. Seine Mannschaft, die nach der Winterpause in unveränderter Zusammensetzung antritt, soll zur Aufholjagd ansetzen und am Ende der Saison als Zweiter in der Relegation um den Aufstieg spielen. „Wir treten gegen die meisten Spitzenmannschaften gleich nach der Winterpause zuhause an. Da muss noch was gehen“, sagt Hoffmann. Die Voraussetzungen sind geschaffen: Die gesamte Mannschaft fährt nach der Fasnet für zehn Tage ins Trainingslager nach Steinbach, um den Zusammenhalt zu stärken und die Kondition zu verbessern.
Stark gegen starke Gegner
Für einige Überraschungen hat in der Vorrunde Aufsteiger VfR Sauldorf gesorgt. Die Mannschaft von Spielertrainer Bülent Alkan, die sich vor Saisonbeginn gut für die neue Herausforderung verstärkt hat, musste im ersten Spiel der Runde gegen die SG Herdwangen/Großschönach eine deprimierende 1:5-Niederlage einstecken, ließ sich davon aber nicht beirren und heimste bereits eine Woche später im Spiel gegen den Mitaufsteiger TuS Meersburg mit einem 3:0-Sieg drei Punkte ein. Eine kurze Negativserie schloss sich an, dann aber folgte mit dem 3:1-Sieg gegen die SC Buchheim/Altheim/Thalheim die Kehrtwende. Siege gegen die beiden Bezirksliga-Absteiger TuS Immenstaad (4:0) und SV Meßkirch (1:0) sowie ein 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenführer FC Kluftern ließen die Sauldorfer auftrumpfen, bevor die Erfolgsserie wieder abriss. Bis zur Winterpause reichte es mit 16 Punkten und Rang elf nicht zum sicheren Klassenerhalt, aber der Anschluss ans Mittelfeld ist hergestellt, die Platzierung in der oberen Tabellenhälfte zum Saisonende möglich. „Wir müssen in der Rückrunde die leichtfertig verschenkten Punkte aus der Vorrunde aufholen, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt Bülent Alkan. Er vermisse in den vergangenen Partien bei manchen Spielern die nötige Konzentration und Kondition und will seine Mannschaft zur Rückrunde umstellen. Neuzugänge gibt es in Sauldorf nicht, aber die verletzten oder zuletzt studienbedingt verhinderten Spieler sind nach der Winterpause wieder mit im Training. Ende Januar bittet Alkan seine Mannschaft zur Vorbereitung – sofern es das Wetter zulässt. Endlich steht dann auch Riccardo Sgarlata für den VfR auf dem Platz. Sommer-Neuzugang Sgarlata hatte sich vor Beginn der Runde verletzt.
Die SG Illmensee/Heiligenberg ist die Überraschungsmannschaft der Saison. Trainer Udo Eiselt und seine Elf zeigten von Anfang an eine konstante Leistung und lehrten manchen arrivierten Gegner das Fürchten. Bis zur Winterpause wurden die Anstrengungen mit 24 Punkten und Rang fünf belohnt. Ein Zwischenergebnis, mit dem Eiselt zufrieden ist, wohl wissend, dass in der Rückrunde der er mit seiner Mannschaft in der Rückrunde vielleicht sogar noch den einen oder anderen Platz gutmachen kann. Seine Mannschaft soll in der Rückrunde „vorn dran bleiben“ und, falls doch nicht alles nach Wunsch läuft, wenigstens eine gute Rückrunde spielen. Der ansonsten unveränderte Kader der SG Illmensee/Heiligenberg wird nach der Winterpause von Jan Werner von der Salemer Reserve verstärkt. Ab der ersten Februarwoche bestellt Eiselt die Spieler zur Vorbereitung ein, denn gleich in der ersten Partie am 22. März geht es richtig zur Sache. Dann reist die Denkinger Reserve, die mit nur zwei Zählern Rückstand auf Rang sieben überwintert, zum Lokalderby nach Illmensee fährt.
Der Bezirksliga-Absteiger TuS Immenstaad erwischte zwar einen guten Start und wetteiferte etliche Wochen lang mit dem FC Kluftern um die Tabellenführung, doch dann riss in der direkten Begegnung der Spitzenteams der Faden. Immenstaad unterlag mit 0:3, Unruhe und Unzufriedenheit hielten Einzug. Als schließlich das Spiel gegen den Aufsteiger aus Sauldorf vor eigenem Publikum mit einer 0:4-Schlappe endete, zog der TuS-Vorstand – trotz Tabellenplatz zwei – Ende Oktober die Reißleine und trennte sich vom Trainerduo Stefan Krause und Andreas Bolk. Nachfolger wurde Daniel Schmid, der sich beim VfB Friedrichshafen Lorbeeren verdient hatte und zuletzt in Bregenz tätig war. Immerhin gab es in der Folge wieder Zählbares, sodass sich die Distanz zum Tabellenführer FC Kluftern dank des 1:0-Sieges im Nachholspiel bei der SG Herdwangen/Großschönach auf acht Punkte reduzierte. Für Clemens Müller, Vorsitzender beim TuS Immenstaad, ist die Zielvorgabe klar: „Wir wollen die Saison auf Rang zwei beenden und möglichst über die Relegation zurück in die Bezirksliga.“ Für ihn steht allerdings nicht der sofortige Wiederaufstieg im Vordergrund. Vielmehr sei ihm wichtig, dass die Mannschaft ihre Motivation wiederfinde und die Maßgaben des Trainers gut umsetze. Vor allem konditionell und taktisch will Schmid seine Mannschaft voran bringen und bittet deshalb ab dem 22. Januar wieder zum Training. Außerdem soll die Mannschaft ihre Offensivschwächen ablegen – gegebenenfalls mit einer personellen Verstärkung. Ansonsten geht die Mannschaft unverändert in die Rückrunde. Mittelfeldregisseur Simon Hofstetter weilt allerdings noch für unbestimmte Zeit im Ausland.
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